PhD Student

Anna Müller Freiburg

Zwischen unvollständigem Spracherwerb und Sprachattrition. Morphosyntaktische Erosion im Polnischen als Herkunftssprache unter besonderer Berücksichtigung des Adjektivs.

ErstbetreuerProf. Dr. Juliane Besters-Dilger
DisziplinSlavistik
Beginn Promotion11/2012
Statusin Bearbeitung

Die sogenannten Herkunftssprecher (heritage language speakers) konstituieren die zweite Migrantengeneration, die in Familien geboren ist, deren Sprache eine andere als die Umgebungssprache ist. Die Sprachkompetenz dieser spezifischen frühbilingualen Sprechergruppe ist in der Regel von bestimmten Defiziten gekennzeichnet.

Mein Ziel ist, den Gebrauch von Adjektiven (in der Nominalphrase sowie als Prädikatsnomen) bei Herkunftssprechern des Polnischen in Deutschland zu erforschen. Die Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit die standardsprachlichen Deklinations- und Wortbildungsregeln einerseits, und die Kongruenz- und Rektionsprinzipien andererseits in der Sprachproduktion der Herkunftssprecher verletzt werden. Es wird angenommen, dass das Kasussystem vereinfacht wird, und dass sich Interferenzen aus dem Deutschen in der Syntax beobachten lassen. Die dabei beobachteten Prozesse werden analysiert und systematisiert.

Das Interview als Methode zur Datenbeschaffung im Rahmen dieses Projektes ist in einen mündlichen und einen schriftlichen Teil gegliedert und auf drei Stunden angelegt. Das auf diesem Wege gewonnene Sprachkorpus, welches aus 50 Interviews besteht, stellt den Analysegegenstand dar. Eine monolinguale polnischsprachige Kontrollgruppe wird herangezogen. Meine Arbeitshypothese ist, dass die außersprachlichen Faktoren Bildungsniveau, eigene Motivation und Motivation durch die Eltern sowie Kommunikationssprache in der Familie (welche als unabhängige Variablen eingeführt werden) eine relevante Rolle für den Spracherhalt (bzw. für die Spracherosion) spielen. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, ob das Ausreisealter aus dem Herkunftsland in einem Zusammenhang mit dem Spracherosionsgrad der Herkunftssprecher des Polnischen steht.


Kontakt

Emailanna-marta@gmx.de
Telefon0761/203-67716
Raum01008
AdresseWerthmannstr.14
Freiburg



News

HPCL, HPSL and the GRK 1624 gratulate Bernd Kortmann and his team (Katja Roller und Marten Juskan) on winning the Instructional Development Award 2016. Awarded was the project “FREDDIE (FReiburg English Dialect Database for Instruction and E-learning) – Eine multimediale Plattform für forschendes, korpusbasiertes Lernen.”
If you want to learn more about the project, click here (German version).
The online version of FRED (“Freiburg English Dialect Corpus”) is accessible on the website of the UB Freiburg.

The HPSL was attributed the official Eucor - The European Campus label.

TV-Beitrag (Komi mit russischen Untertiteln) über das Komi-Dokumentationsprojekt der Freiburg Research Group in Saami Studies

Junge Forscher statt alte Studenten (Bericht, uni'campus, 03/2014)

Halten Graduiertenschulen was sie versprechen? (Ute Schulze und Valentin Klotzbücher, Forschung&Lehre 5/14

Pilotstudie Ausbildungs- und Karrierewege Hermann Paul School of Linguistics: Abschlussbericht

Newsletter Issue no. 6: Deutsch

Newsletter Issue no. 5: Deutsch

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PhD Scholarships Hermann Paul Scholarships in Linguistics 2014

The Hermann Paul Scholarships in Linguistics 2014 in Freiburg went to Sonya Kinsey and Uliana Schöller. Congratulations!

The Hermann Paul Scholarships in Linguistics 2014 in Basel went to Carolina Spiegel and Burak S. Tekin. Congratulations!

PhD Scholarship Promotionskolleg Empirische Linguistik (PEL) 2014

The PEL scholarship 2014 went to Hanna Thiele. Congratulations!

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24.Oktober 2017, 18:00-20:00
Digital Humanities – Einführung und Standortbestimmung aus Freiburger Perspektive

2. November 2017, 14-16 Uhr
Die Bedeutung lexikalisch teilspezifischer Schemata im monolingualen Erstspracherwerb des Deutschen: Eine Traceback-Studie (Gastvortrag)